Gehen Sie auf Nummer sicher - Alles über Antirutschbeläge, Rutschsicherheitsklassen und einen sicheren Auftritt

Das Wetter ist nicht immer auf der Seite der Tüchtigen und so stellen Eis und Nässe eine der häufigsten Ausrutschgefahren beim Verladen dar. Auch große Steigungen sorgen dafür, dass Räder von Fahrzeugen oder Rollstühlen durchdrehen. Hochwertige Materialen und eine ausgezeichnete Verarbeitung sind daher kein Garant für ausreichende Sicherheit. Jeder Unternehmer ist nach den Arbeitsschutzvorschriften dazu verpflichtet, eine angemessene Rutschsicherung zu gewährleisten. Die BGR 181 beschreibt, wie Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen geschaffen sein sollten und gibt dem Unternehmer Hilfestellung, wie er Arbeitsunfälle vermeidet. Richtet sich dieser nach den Anweisungen, kann er sicher sein, die gesetzlichen Vorschriften einzuhalten.

 

Rutschsicherheit in Zahlen

Da wir von deutschen Vorschriften sprechen, gibt es natürlich auch für die Einschätzung der Rutschsicherheit eine spezielle Klassifizierung und eine DIN. Der BGR unterscheidet die Sicherheitsklassen R9 bis R13, letztere ist dabei die höchste. Das Verfahren zur Ermittlung dieser Klassen ist in DIN 51130 geregelt. Wie dies genau abläuft, lesen Sie im letzten Absatz. Fokussieren wir uns jedoch zuerst auf die Praxis. Hier sind einige Beispiel zu Einsatzgebieten und deren Rutschsicherheitsklassen.

In Bereichen, die in Zusammenhang mit der Lagerung, Herstellung und Verarbeitung von Fetten oder flüssigen Massen wie z.B. in Bäckereien, gastronomischen Küchen oder bei der Fisch- und Fleischherstellung stehen, wird R12 bis R13 empfohlen. Bei der Warenannahme von Fleisch oder Fisch wird mindestens R10 als ausreichend betrachtet. Für nicht überdachte Laderampen und Schrägrampen wie z.B. für Rollstühle oder Ladebrücken gilt R12. (Quelle: vbg.de Fachinfoblatt ASR A1 5.1/1,2 „Fußböden“)

Generell lässt sich daher festhalten, dass man mit einer R12 oder gar R13 auf der wahrlich sicheren Seite ist. Auch für das Verladen besonders schwerer Fahrzeuge und Maschinen empfehlen wir die Rutschsicherheitsstufe R12.

 

Welche Bodenbeläge erfüllen welche Sicherheitsklassen

In Arbeitsräumen und -bereichen mit Rutschgefahr kommen verschiedene rutschhemmende Bodenbeläge zum Einsatz. Je nach Anforderung können sie feinrau, rau oder profiliert sein. Für unser Spezialgebiet, Verladerampen, gibt es speziell gelochte oder geriffelte Oberflächen. Auch Antirutschbeläge, die nachträglich aufgebracht werden können oder die Sie gleich bei Ihrer Bestellung mitordern können, sind eine Möglichkeit preiswert und für wenig Aufwand zusätzliche Sicherheit zu erlangen.

Das Material der Beläge kann aus PVC, Metall, Holz oder diversen Kunststoffen bestehen. Ein besonders sicheres Material gegen Nässe ist Korund. Es ist ein extrem hartes und langlebiges Metall, dass vom Hersteller aufgeklebt oder aufgesprüht wird. Es bietet zudem den Vorteil, dass es sich, falls erforderlich, auch wieder von der Oberfläche der Rampe entfernen lässt.

Für Unternehmer, die besonderen Wert auf Sicherheit und guten Grip legen und ihre Mitarbeiter noch besser gegen Unfälle schützen möchten, empfehlen wir die spezielle Korund-Beschichtung. Sie wird am besten ganzflächig angebracht, daher sollten Sie bei der Auswahl auf die richtige Flächengrößen passend zu Ihrer Verladetechnik achten.

Ein wichtiger Aspekt für Rampen, die im Außenbereich eingesetzt werden, ist auch die Entwässerung bei Regen und Eis. Diese kann wiederum durch eine Lochstanzung sichergestellt werden kann. Ein Beispiel für eine gestanzte Rampe finden Sie hier.

 

Insight: Ermittlung der Rutschsicherheitsgruppe

Die Prüfung nach DIN 51130 wird wie folgt durchgeführt: Der zu prüfende Belag wird auf ein Prüfgestell gelegt und es werden pro Quadratmeter 200ml eines speziellen Motoröls aufgetragen. Eine Prüfperson begeht mit normierten Arbeitsschuhen den Belag, während diese angekippt wird. Der Prüfer läuft auf der so immer steiler werdenden Rampe auf und ab, bis er ausrutscht oder sich unsicher fühlt. Der abschließend erreichte Neigungswinkel wird gemessen. Das Verfahren wird mit zwei Prüfpersonen durchgeführt und anhand der festgestellte Gradzahl erfolgt eine Einteilung in die Rutschsicherheitsklassen.

 

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